Fahrradschutzstreifen in der Großen Diesdorfer Straße verbessern

Am 16. April diente ein Teil des Radschutzstreifens in der Großen Diesdorfer Straße als Ort für die kreative wie auch praktische Protestaktion der Initiative “Magdeburger Radkultur”. Im Bereich der Einmündung zur Maxim-Gorki-Straße rollten die Aktivisten den Radfahrerinnen und Radfahrern wortwörtlich den roten Teppich aus. Ziel war, zu zeigen, wie groß der Unterschied bei der Wahrnehmung des Radschutzstreifens mit einem farbigen Untergrund sein kann. Eine bessere Wahrnehmung und Akzeptanz des Streifens ist notwendig, denn knapp zwei Jahre nach seiner Einführung wird der eigentlich den Radfahrern vorbehaltene Bereich noch immer regelmäßig von motorisierten Verkehrsteilnehmern genutzt. Und viele Radfahrer nutzen nach wie vor die Fußgängerwege entlang der Magistrale.

Die Umsetzung des Radschutzstreifens ist seiner jetzigen Form ist nicht mehr als ein Provisorium, das ein Mindestmaß an Sicherheit für den Radverkehr ermöglichen soll. Ein Provisorium, das bis zum grundhaften Umbau der Diesdorfer Bestand haben sollte. Nun da der Ausbau in weite Ferne gerückt ist, muss man sich auch mit den offensichtlichen Schwächen dieses Provisoriums beschäftigen und diese beseitigen.

Unser Antrag “Sicherheit für Stadtfelds Radverkehr”

Die Problematik wurde im Rahmen der Veranstaltung “Fraktion vor Ort..” in Stadtfeld angesprochen. Daraus entstand der Antrag “Sicherheit für Stadtfelds Radverkehr”, der in der Stadtratssitzung am 21. März 2019 zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen wurde.

Der Oberbürgermeister wird beauftragt,

  1. einen durchgängigen Fahrradschutzstreifen zwischen Adelheidring und Europaring zu installieren.
  2. Zusätzlich sollen mehr Piktogramme aufgebracht werden, um für eine bessere Wahrnehmung und Akzeptanz des Fahrradschutzstreifens zu sorgen.
  3. Der am Europaring endende Fahrradschutzstreifen soll durchgängig bis zum Westfriedhof weitergeführt werden.

Begründung:

Der 2017 angelegte Fahrradschutzstreifen zwischen Adelheidring und Europaring wird von Radfahrern derzeit wenig genutzt. Die Gründe dafür sind weitreichend. Hauptkritikpunkt ist, dass vor allem bei hohem Verkehrsaufkommen die Sicherheit für Radfahrer nicht gegeben ist. Zum einen wird häufig der Sicherheitsabstand vom Fließverkehr nicht eingehalten, zum anderen fährt so manches Fahrzeug aufgrund des engen Straßenraumes gern mal über die Markierung. Auch wird der Schutzstreifen teilweise zum Hindernisparcours durch parkende Lieferfahrzeuge. Viele Radfahrer weichen deshalb auf den benachbarten Fußweg aus, was wiederum zu Konflikten mit dort langgehenden Fußgängern führt.

Ein weiteres Manko ist der durchbrochene Schutzstreifen an den Kreuzungen. Auch hier wird’s für Radfahrer schnell gefährlich, da sie vom herannahenden Verkehr meist gar nicht oder zu spät wahrgenommen werden.

Ein durchgängiger Fahrradschutzstreifen sowie zusätzliche Piktogramme erhöhen daher die Wahrnehmung des Radverkehrs und tragen zu mehr Akzeptanz und Sicherheit für die Radfahrer bei.
Wie auch im Antrag A0040/19 avisiert, erachten wir zudem einen lückenlosen Anschluss des Schutzstreifens als sinnvoll, da viele Radfahrerinnen und Radfahrer bis zum Westfriedhof durchradeln und aufgrund des schlechten Zustandes des Radweges teils auf die Straße oder den Fußweg ausweichen müssen.

Antrag A0080/19

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